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Der Zahnarztbesuch und Kinderhypnose - Prof. (IMU) Dr. Werner Ossmann in 1090 Wien

Der Zahnarztbesuch

Ein kleiner Elternratgeber

Liebe Eltern!

Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihr Kind auf den Zahnarztbesuch vorbereiten können. Es ist durchaus möglich, dass Ihnen manche Tipps ungewöhnlich erscheinen, seien Sie sich aber sicher, dass sich das von uns empfohlene Verhalten in vielen tausenden Kinderbehandlungen - nicht nur in unserer Praxis - bewährt hat.

Der Mund zählt zu den intimsten Zonen des Körpers. Dennoch soll ihr Kind lernen, dass es ganz natürlich ist, sich mit dem Mund und den Zähnen zu beschäftigen, und anderen Zugang zu dieser Region zu gewähren.

Wecken Sie die Neugierde Ihres Kindes auf das kommende Erlebnis "Zahnarztbesuch". Bei uns kann ein Zahnarztbesuch zum spannenden Abenteuer, zum tollen Spiel etc. werden.

Gestalten Sie den Tag des Zahnarztbesuches frei von Belastungen und sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Kind ausgeruht sind.

Vermeiden Sie gut gemeinte Formulierungen wie "Du brauchst keine Angst zu haben, es tut bestimmt nicht weh". Unser Unterbewusstsein kennt keine Verneinungen, ihr Kind versteht daher "Du mußt Angst haben, es tut weh." Falls Ihr Kind fragt, ob eine Zahnbehandlung weh tut, ist es besser zu antworten, dass die meisten Kinder sagen, es würde kitzeln.

Trotz aller Vorbereitungen ist ein Zahnarztbesuch für Ihr Kind neu und ungewohnt. Deshalb werden wir schrittweise vorgehen, um Ihr Kind behutsam in die Behandlung einzuführen. Wir sind bemüht, notwendige Behandlungen schon in der ersten Sitzung durchzuführen, haben Sie bitte dennoch Geduld, auch wenn sich eine Behandlung einmal über mehrere Sitzungen hinziehen sollte.

Bei der Behandlung setzen wir spezielle Entspannungstechniken ein, die der modernen klinischen Hypnose entlehnt sind. Wir erzählen Geschichten, mit denen wir die Kinder von der Zahnbehandlung fortführen. Wenn unsere Sprache und die Erzählungen manchmal etwas konfus klingen, so geschieht das mit voller Absicht. Diese sogenannte Konfusionstechnik ist eine der wirksamste Methoden, um Ihr Kind in einen angenehmen Zustand zu führen.

Durch die Anwendung unserer speziellen Entspannungstechniken sind wir in der Lage, die Behandlung so zu gestalten, dass Ihr Kind sie positiv wahrnehmen wird.

Versprechen Sie bitte keine Belohnungsgeschenke! Gerade Dinge, die sich Ihr Kind möglicherweise sehr wünscht, setzt es bei der Behandlung stark unter Druck und erschwert für uns die Zusammenarbeit. Es gibt in der Praxis grundsätzlich eine Kleinigkeit als Geschenk, egal wie wir mit der Behandlung voran gekommen sind.

Je weniger Aufhebens Sie um den Zahnarztbesuch machen, desto besser.

Schimpfen Sie bitte nicht vor, während oder nach der Behandlung mit Ihrem Kind. Loben Sie es stattdessen für Dinge, die es gut gemacht hat.

Sollte Ihnen während einer Behandlung irgendetwas missfallen, so sprechen Sie uns bitte erst hinterher darauf an, möglichst in Abwesenheit des Kindes.

Selbstverständlich ist Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer willkommen. Wir ersuchen aber, dass nur eine Begleitperson mitkommt. Weiteres bitten wir, dass Sie im Hintergrund bleiben und uns die Führung Ihres Kindes überlassen. Befolgen Sie bitte unsere Anweisungen. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Zahnarztteam ist eine erfolgversprechende und angenehme Behandlung möglich.

Es kann auch sein, dass ein Kind sich sehr auf die Eltern fixiert, wenn diese im Behandlungsraum anwesend sind. Dadurch gestaltet sich die Kontaktaufnahme für uns sehr viel schwieriger. In solchen Fällen bitten wir einen Elternteil, das Kind an den Händen zu halten und zu schweigen. Dies dient dazu dem Kind zu zeigen ich bin da, aber rede mit dem Arzt.

Wir möchten Sie ersuchen, in sich hineinzufühlen. Sollte für Sie ein Zahnarztbesuch unangenehm oder gar mit Angstgefühlen behaftet sein, übertragen Sie das mit großer Wahrscheinlichkeit auf Ihr Kind. Auch wenn Sie sich um das Wohl Ihres Kindes Sorgen machen sollten, können Sie diese Besorgnis übertragen und verursachen dadurch eine unruhige Empfindung bei Ihrem Kind. Wir möchten Sie daher ersuchen, zu prüfen, ob Ihre Anwesenheit im Behandlungsraum eine wirkliche Hilfe für Ihr Kind ist.

Selbstverständlich werden alle Behandlungsmaßnahmen vorher mit Ihnen besprochen und nur mit Ihrer Einwilligung durchgeführt.

Wir versichern Ihnen, dass wir uns alle Mühe geben, den Zahnarztbesuch für Ihr Kind angenehm zu gestalten und zu einer positiven Erfahrung werden zu lassen.

Wenn Sie noch Fragen oder Wünsche haben, oder sollte Ihr Kind bereits Zahnarzterfahrungen gemacht haben, über die Sie vorab mit uns sprechen möchten, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unser Team.

Manche Kinder sind trotz aller Vorbereitung sehr ängstlich oder haben bei anderen Zahnärzten schlechte Erfahrungen gemacht. Sollten wir während eines Standardtermins feststellen, dass wir in der eingeplanten Zeit Ihr Kind nicht nach Ihren und unseren Vorstellungen behandeln können, bieten wir Ihnen einen Hypnosetermin an. Bei diesem Termin haben wir entsprechend mehr Zeit für Ihr Kind vorgesehen, um es behutsam an eine Zahnbehandlung heranzuführen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass der vermehrte Zeitaufwand bei speziellen Hypnoseterminen als Privatleistung in Rechnung gestellt wird.

Anbei noch einige Tipps, wie Sie Ihrem Kind vor und während des Zahnarztbesuchs helfen können!

  • Streichen Sie die Belohnungsgeschenke. Der Stress beim Zahnarzt ist schon groß genug. Wenn sich Ihr Kind noch etwas verdienen muss oder soll, gerät es nur zusätzlich unter Druck.
  • Vermeiden Sie Verneinungen. Wenn Sie Ihrem Kind sagen: "Das tut nicht weh!", "Du wirst gar nichts spüren!", "Fürchte Dich nicht! " versteht ihr Kind " Es wird weh tun!", "Ich werde etwas spüren!", "Fürchte Dich!"
    Das Unterbewusstsein kennt keine Verneinungen.
  • Negativerzählungen anderer über Zahnarztbesuche mit Ihrem Kind zu Hause besprechen.
  • Sie als Eltern sollten sich selbst nur positiv über ihre Zahnarzterfahrungen äußern! Fehlen Ihnen positive Erfahrungen, sollten Sie lieber nichts sagen.
  • Wenn Sie als Eltern bereits eigene Hypnoseerfahrungen haben, sollten Sie über das angenehme Hypnoseerlebnis erzählen.
  • Bestärken Sie Ihr Kind darin, alleine ins Behandlungszimmer zu gehen. Sollte dies anfänglich nicht möglich sein, kann auch eine Begleitperson bei der Behandlung anwesend sein. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir wirklich nur eine Begleitperson in den Behandlungsraum lassen.
  • Sollten wir Sie auffordern Ihr Kind zu halten, halten Sie es bitte ruhig. Streicheln erzeugt Gefühl und fordert das Kind auf, Berührungen mehr wahr zu nehmen. Das führt auch dazu, mehr von der Zahnbehandlung zu spüren, und das wollen wir ja eigentlich vermeiden.
  • Bitte überlassen Sie uns die Führung Ihres Kindes und befolgen Sie unsere Anweisungen, auch wenn es Ihnen in diesem Moment schwerfällt oder Ihnen manches unverständlich ist. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine erfolgversprechende und angenehme Behandlung möglich.

    Ich hoffe, Ihnen genug Informationen gegeben zu haben, damit Sie unsere Behandlung bei Ihrem Kind bestmöglich unterstützen können und sich auch in schwierigen Situationen richtig zu verhalten wissen. Sollten noch Fragen offen geblieben sein, wenden Sie sich bitte an unser Team.

    Buchempfehlung
    Das Geheimnis glücklicher Kinder von Steve Biddulph Beust Verlag ISBN 3-89530-000-4

Kinderhypnose

Sehr geehrte Eltern!

Ich gebe Ihnen einige Informationen zur Hypnose im Allgemeinen und zur Kinderhypnose im Speziellen.

Hypnose beruht auf dem Prinzip, dass der Therapeut den Patienten anleitet, sich selbst zu hypnotisieren, d. h. sich z. B. auf angenehme Urlaubsgedanken zu konzentrieren. Je besser der Patient sich konzentrieren kann, je besser seine Vorstellungskraft ist, desto schneller und tiefer geht er in Trance. Sie kennen sicher das Gefühl, dass Sie beim Lesen eines Buches oder beim Sehen eines spannenden Filmes alles um sich herum vergessen oder die Umgebung jedenfalls in weite Ferne rückt. Diese sogenannte Alltagstrance wird in der medizinischen Hypnose ausgenutzt, um die Zahnbehandlung für den Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Patient ist in diesem Zustand weder willenlos noch handlungsunfähig. Durch beruhigende und angenehme Suggestionen wird durch den Therapeuten jedoch ein Klima geschaffen, das den Patienten in Trance hält. In diesem Zustand sind sogar operative Zahnentfernungen ohne Anästhesie (Spritze) möglich. Wichtig ist, dass der Patient Dinge, die er als unangenehm wahrnimmt, dazu benutzt, um sich noch besser auf seine angenehmen Gedanken zu konzentrieren, und so tiefer in Trance zu gehen. Viele Patienten berichten, sie hätten zwar die gesamte Behandlung mehr oder weniger mitbekommen, jedoch sei ihnen dies vollkommen egal gewesen. Je nach Bedarf kann ein Erwachsener so problemlos bis zu einer Stunde und mehr in Trance gehalten werden.

Kinder sind von ihrer Natur her nicht in der Lage, sich so lange zu konzentrieren. Um sie von der Zahnbehandlung weg zu konzentrieren und sie in Trance zu halten, verwenden wir verschiedene Techniken:

Was wir tun!

1. Wir verwenden für alle unsere Instrumente und Handlungen nur positive Begriffe. Bohren, reißen etc. sind schon von vorne herein mit Angst besetzt. Wir putzen und streicheln Zähne, machen sie sauber, das ist neutral oder positiv. So gibt es in meiner Ordination auch nur ZahnPutzer und ZahnStreichler. Selbst wenn das Kind sagt: "Das ist ja ein Bohrer!", bleibe ich dabei und sage: "Das ist ein Putzer!" Diese Umformulierung wird schlussendlich von allen Kindern akzeptiert.

2. Wir erklären jeden Schritt der Behandlung im Vorhinein unter Verwendung oben genannter Formulierungen. Während der Behandlung gehen wir nur soweit, wie es das Kind zulässt. Das Behandlungsziel wird mit dem Kind ausgemacht. Unser Ziel ist das Putzen eines Zahnes oder mehrerer Zähne, das Herausnehmen eines Zahnes etc.. Das Ziel des Kindes ist, keine Schmerzen bei der Behandlung zu haben und so wenig wie möglich von der Behandlung mitzubekommen. So kann das Einverständnis des Kindes schon durchaus einige Diskussionen erfordern. In dieser Phase der Behandlung kann es auch vorkommen, dass das Kind weint, versucht vom Stuhl aufzustehen, um sich schlägt etc.. Wir halten Kinder dann mit sanftem Nachdruck am Stuhl. Wenn das Kind merkt, dass es mit dieser Taktik sein Ziel nicht erreicht, ist ein problemloses Weiterbehandeln möglich. Das Ausweiten eines ausgemachten Behandlungszieles am Ende einer Hypnosesitzung ist jedoch in den meisten Fällen nicht möglich.

3. Wir erzählen Geschichten, mit denen wir die Kinder von der Zahnbehandlung fortführen. Wenn unsere Sprache und die Erzählung manchmal etwas konfus klingen, so geschieht dies mit voller Absicht. Die sogenannte Konfusionstechnik (Verwirrungstechnik) ist eine der wirksamsten Methoden, um Ihr Kind in Trance zu halten.

4. Schlussendlich berühren wir Ihr Kind während der gesamten Behandlung. Kinder brauchen während der Behandlung andauernd Körperkontakt (halten und beschützen). Dieses Halten geschieht liebevoll, manchmal aber auch mit dem nötigen Nachdruck. Immer jedoch so, dass wir für eine sichere Behandlung Ihres Kindes garantieren können und sich das Kind wohlfühlt. Wir arbeiten gerade bei Kindern sehr viel mit Berührungstechniken und geben damit dem Kind ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Das Halten des Kopfes, des Bauches, der Herzregion dient dem Schutz und der Abgrenzung. Darüber hinaus lösen manche Griffe Trance aus und vertiefen sie.

Spezielle Situationen

Es gibt immer wieder Situationen während der Behandlung, bei denen das Kind etwas spürt. Wir umschreiben dieses Spüren ganz bewusst mit "Kitzeln" oder "Zwicken" und nicht mit Schmerz. Bitte übernehmen Sie unsere Bezeichnungen, um Ihr Kind nicht nach der Behandlung, wenn es sich bereits wieder gut fühlt, etwa mit der Frage - "Hat es weh getan?" - an ein ungutes Gefühl zu erinnern. Entscheidend für eine gute Erfahrung beim Zahnarzt ist nicht die Behandlung, sondern das Gefühl und die Erinnerung, mit der das Kind den Stuhl und unsere Ordination verlässt.

Wir verwenden nach der eigentlichen Zahnbehandlung einige Zeit dazu, um das Kind in einen noch positiveren und noch besseren Zustand zu bringen. Wir fragen Ihr Kind, wie es sich jetzt fühlt (und nicht wie die Zahnbehandlung war), damit helfen wir Ihrem Kind positive Erfahrungen beim Zahnarzt zu sammeln. Verstärken Sie diesen Eindruck, indem Sie Ihr Kind loben, wie toll es alles gemacht hat.

Warum wir manchmal sehr sehr laut mit Kindern reden?

Wenn Kinder während der Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, panisch reagieren und schreien, hören sie uns nur, wenn wir in derselben Lautstärke wie das Kind kommunizieren. Unser Anweisungen sind dann immer „Mach den Mund zu und beruhig dich“. Wichtig ist, solange mit dem Kind am Stuhl zu reden, bis es sich beruhigt hat. Wir wissen, dass diese Phase für die Eltern sehr belastend ist. Dennoch ist es wichtig, dass das Kind ruhig vom Stuhl steigt.

Schreitrance

90 % der Behandlungen verlaufen in angenehmer und ruhiger Atmosphäre.

In Ausnahmefällen (Behandlung akuter Schmerzen, eitrige Entzündungen) kommt es jedoch vor, dass ein Kind laut wird, d. h. zu schreien beginnt. Für die Eltern stellt dies eine sehr unangenehme Situation dar. Aus diesem Grund möchte ich auf die sogenannte "Schreitrance" etwas näher eingehen, um Ihnen zu helfen, auch mit dieser Situation umgehen zu können.

Wir benutzen das Schreien des Kindes, um es in eine noch tiefere Trance zu führen. Während dieser Trance ist für unser Team entscheidend, dass das Kind den Zahn ruhig hält und sich behandeln lässt. Das ist für uns das wesentliche Kriterium, um die Behandlung fortzusetzen. Beim Kind geschieht beim Schreien folgendes:

Durch das Schreien werden alle Sinneskanäle zum Gehirn überlastet, auch alle Schmerzbahnen werden blockiert! (Haben sie sich schon einmal mit dem Hammer auf den Finger geschlagen und dann losgebrüllt?) Daher spürt das Kind sehr wenig. Das Kind hyperventiliert auch (vermehrtes Ein- und Ausatmen) und dadurch kommt es zu einer Änderung des pH-Wertes des Blutes. Dies trägt ebenfalls zur Schmerzkontrolle bei.

Halten Sie sich während dieser Ausnahmesituation bitte immer vor Augen, dass ihr Kind nicht aus Schmerz laut ist, sondern um uns zu signalisieren, dass es Angst hat, und um sich selber tiefer in Trance zu versetzen.

Nach Beendigung der Behandlung in Schreitrance führen wir das Kind gezielt wieder in einen positiven und angenehmen Zustand. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte geben Sie uns diese Zeit, um Ihrem Kind ein positives Gefühl zu vermitteln. Ein Eingreifen in diese Behandlung Ihrerseits kann zu einem Misserfolg derselben führen. Im Regelfall gelingt es uns immer, das Kind mit einem angenehmen Gefühl und einer positiven Erinnerung an die Behandlung zu entlassen.

Für Eltern ist es oft sehr schwer möglich, die Trancetiefe bzw. den Grad der Hypnose zu beurteilen. Kinder können z. B. mit offenen Augen in eine tiefe Trance gehen. Halten Sie sich bitte auch vor Augen, dass unser Ziel die Sanierung der Zähne, verbunden mit einem positiven Eindruck des Behandlungsablaufes, ist. Beurteilen sie bitte unsere Hypnoseleistung am Behandlungsergebnis und dem positiven Eindruck, den wir bei Ihrem Kind hinterlassen haben. Generell bezahlen Sie den vermehrten Aufwand, den wir brauchen, um Ihr Kind zu behandeln.

In manchen Fällen ist es notwendig, in der ersten Sitzung eine Leerhypnose zu machen. D. h. es wird kein Zahn behandelt. Diese Sitzung dient dazu, ein Vertrauensverhältnis zum Kind aufzubauen und es für die Zahnbehandlung vorzubereiten.

Kosten:

Wir berechnen den erhöhten Aufwand und nicht die Hypnose, erfragen Sie bitte die Preise bei unserem Team.

Ich hoffe, Ihnen genug Informationen gegeben zu haben, damit Sie unsere Behandlung mit dem Kind bestmöglich unterstützen können und sich auch in schwierigen Situationen richtig zu verhalten wissen. Sollten noch Fragen offen geblieben sein, wenden Sie sich bitte an unser Team.

FAQ's

In welchem Alter soll ich mit dem Zähneputzen anfangen?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Sobald der erste Zahn da ist!

Dabei sollte schon bei Säuglingen der erste Zahn belagfrei gehalten werden. Das kann durch ein Wattestäbchen, einen feuchten Waschlappen oder eine weiche Kinderzahnbürste erreicht werden. Grundsätzlich sollten sich Kinder bis zu einem Alter von 7-9 Jahren nicht alleine und ohne Aufsicht die Zähne putzen. Auch wenn der gute Wille Ihres Sprösslings da ist, es fehlt im Kindesalter noch an Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit, und manchmal vergessen die Kinder eine Seite zu putzen, ohne es überhaupt zu merken. Kleinkinder putzen oft ausgiebig und leidenschaftlich Ihre Zunge!

Deswegen raten Zahnärzte, dass Sie die Zähne nach dem Putzen immer noch einmal kontrollieren und dann selber noch nachputzen.

Welche Zahncreme soll ich für mein Kleinkind benutzen?

Im Prinzip sind eigentlich alle Kinderzahnpasten geeignet. Bei besonderen Zahngegebenheiten empfiehlt Ihnen Ihr Zahnarzt sicherlich gerne eine spezielle Zahnpaste.

In welchem Alter soll ich mit meinem Kind das erste Mal zum Zahnarzt gehen?

Kinder sollen spätestens 6 Monate nach dem Durchbruch des ersten Zahnes zum Zahnarzt gehen.

Bei dem ersten Termin, der von den Eltern einige Monate nach dem ersten Geburtstag wahrgenommen werden sollte, wird die Zahnentwicklung und Mundgesundheit Ihres Kindes beurteilt. Außerdem können Zunge und Mundschleimhäute beurteilt werden, und sie werden ausführlich über Mundhygiene und Ernährung beraten. Das Kariesrisiko Ihres Kindes sollte bestimmt werden, und wenn in Ihrer Familie Karies häufig vorkommt, kann durch eine Speicheldiagnostik das individuelle Kariesrisiko Ihres Kindes festgestellt werden. Wenn Ihr Kind schon im Kindergarten ist, ist es wichtig regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen. Dabei stehen die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und eine gute Mundhygiene im Vordergrund, denn es ist wichtig, dass Ihr Kind nicht das erste Mal zum Zahnarzt kommt, wenn es schon weh tut. Vielmehr soll es sich schon von klein auf an die Untersuchung beim Zahnarzt gewöhnen.

Der erste Besuch beim Zahnarzt - was erwartet mich und wie soll ich mein Kind am besten darauf vorbereiten?

Ganz wichtig ist die Vorbereitung des Kindes zu Hause. Auf jeden Fall ist eine negative Bezeichnung des Zahnarztes zu vermeiden. Vermeiden sie, dem Kind eventuell eigene negative Erlebnisse mitzuteilen. Achten Sie auch darauf, dass Verwandte oder Geschwister keine "Horror-Stories" erzählen. Wenn es Ihnen selber an guten Erfahrungen beim Zahnarzt fehlt, dann sagen Sie lieber gar nichts! Wörter wie "Bohren, Spritze, Schmerzen" oder selbst " es tut gar nicht weh" sollen Sie vermeiden.

Erzählen Sie Ihrem Kind vielmehr, dass der Zahnarzt sich die Zähne anschauen wird, genau nachzählen wird, wie viele Zähne im Mund vorhanden sind und vielleicht die Zähne putzen wird. Beim ersten Termin wird festgestellt, ob Karies an den Zähnen vorhanden ist, es werden eventuell nötige Röntgenbilder gemacht und ein detaillierter Behandlungsplan aufgestellt.

Sollte sich bei der Kontrolle der Zähne herausstellen, dass ein Zahn dringend behandelt werden muss, tun wir dies, wenn irgend möglich, schon beim ersten Besuch. Während der Behandlung werden dem Kind, wenn notwendig, die Behandlungsschritte und Instrumente, mit denen wir den Zahn putzen, erklärt.

Diese Vorgehensweise hat sich bei vielen, auch sehr ängstlichen Kindern bewährt, und hilft in den meisten Fällen die Angst zu überwinden. Wir sind bemüht alle Behandlungen angstfrei durchzuführen. In seltenen Fällen ist es leider dennoch nicht möglich, eine dringend notwendige Behandlung ganz angstfrei durchzuführen. In diesen speziellen Fällen bedürfen die Kinder in den nächsten Sitzungen verhaltensführender Maßnahmen, um die, eventuell auch größer gewordene Angst wieder abzubauen. Wir besprechen nach einer solchen Behandlung mit den Eltern welche weitere Vorgehensweise sinnvoll und notwendig ist.

Röntgenbilder - muss das wirklich sein?

Röntgenbilder von den Zähnen und vom Kiefers sind auch für Kinder sinnvoll und wichtig. Der Zahnarzt wird keine Röntgenbilder für Ihr Kind verordnen, wenn es nicht für eine eindeutige Diagnosestellung wichtig ist.

Um die Zahnentwicklung Ihres Kindes beurteilen zu können und um festzustellen, ob alle bleibenden Zähne angelegt sind, ist eine Übersichtsaufnahme vom Kiefer nötig. (auch OPG oder Panorama-Aufnahme genannt). Karies kann oft besser durch kleine Einzelaufnahmen, z.B. Bissflügelaufnahmen dargestellt werden.

Wenn im Mund bei Ihrem Kind schon Karies festgestellt wird, ist es wichtig genau zu diagnostizieren, wie tief die Karies ist. Kinder haben oft keine Schmerzen, auch wenn die Karies schon tief bis in den Nerven vorgedrungen ist. Für die weitere Behandlungsplanung ist es sehr wichtig, zu wissen, ob z.B. eine Nervbehandlung vorgenommen werden muss, oder ob die Karies schon den Zahn von innen ausgehöhlt hat. Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren sind sehr anfällig für Kontaktpunktkaries. Diese versteckte Form von Karies kann vom Zahnarzt im Mund oft nicht entdeckt werden, da diese Flächen der Zähne nicht einzusehen sind.

Auf dem Röntgenbild kann auch initiale Karies zwischen den Zähnen festgestellt werden! Daher ist es wichtig, Röntgenbilder von den Zahnzwischenräumen bei Kindern zu machen, um Karies an den Kontaktpunkten der Zähne festzustellen, bevor es zu einem großen Loch und Zahnschmerzen kommt!

Kein Amalgam - aber welches Füllungsmaterial soll nun verwendet werden?

International wird empfohlen Kindern bis zum 14 Lebensjahr keine Amalgamfüllungen zu machen. Als Alternative bietet die Industrie eine Reihe von Kunststoffen an, die für das Milchgebiß besonders geeignet sind. Feuchtigkeit am Zahn verhindert bei Kindern manchmal die optimale Verbindung von Kunststoff und Zahn. Sollte bei Ihrem Kind einen Füllung ausfallen, suchen Sie bitte raschest Ihren Zahnarzt auf, damit er diese erneuern kann.

Warum soll man Milchzähne überhaupt behandeln und nicht herausziehen - die fallen doch eh bald aus...?

Karies an Milchzähnen kann starke Zahnschmerzen verursachen!

Zahnschmerzen können Ihr Kind sehr krank machen. Der Nerv von kariösen Zähnen kann sich entzünden oder absterben. Tote Zähne sind eine Infektionsquelle und können die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen. Sie müssen deshalb in vielen Fällen gezogen werden. Die Milch-Backenzähne fallen entgegen dem Glauben mancher Eltern erst zwischen 9 und 11 ½ aus, und sollten daher so lange wie möglich erhalten werden, damit es nicht zu einem Platzverlust oder jahrelanger "Zahnlosigkeit" kommt. Wenn Milchzähne entzündet sind oder frühzeitig gezogen werden müssen, können bei Ihrem Kind folgende Probleme auftreten:

  • Gestörte Essgewohnheiten
  • Sprachprobleme
  • Zahnstellungsfehler ("schiefe Zähne")
  • Karies an bleibenden Zähnen
  • Gelb oder braun bleibende Zähne

Ist Karies an Milchzähnen wirklich so ernst?

Eindeutig JA!

Versiegelungen?

Manche Zähne haben sehr tiefe Fissuren (Furchen auf der Kaufläche). Tiefe und sehr enge Furchen sind schwer bis gar nicht mit einer Zahnbürste zu reinigen. Bei den regelmäßigen Kontrollen, wird Ihr Zahnarzt sich solche Furchen genau anschauen. Sollte ein hohes Kariesrisiko vorhanden sein, oder sich bereits initiale Karies gebildet haben, wird er diese Furchen nach entsprechender Reinigung mit einem speziellen Kunststoff auffüllen (versiegeln), damit Kariesbildung verhindert wird.

Speicheltestdiagnostik - Damit Ihr Kind kariesfrei und gesund im Mund bleibt!

Liebe Eltern! Durch regelmäßige Vorbeugemaßnahmen schützen Sie Ihr Kind! Der Speicheltest gibt Aufschluss darüber, ob unsere jungen Patienten Karies und/oder Parodontose gefährdet sind. Er sollte insbesondere durchgeführt werden:

bei kariesgefährdeten Eltern 1 Jahr nach umfangreicher Zahnsanierung bei Zahnregulierung mit festsitzender Apparatur bei Auftreten von Säureschäden wenn sich jährlich mehr als eine Karies neu entwickelt

Wichtige Speichelfunktionen:

natürlicher Reinigungseffekt antibakterieller Schutz Neutralisieren von Säuren Regeneration der Zahnhartsubstanz

Aussagekräftige Diagnostik:

Bestimmung der Speichelmenge

  • Je mehr Speichel, desto höher der Schutz für die Zähne!

Stärke der Säureneutralisierung

  • Je stärker die Säureneutralisierung durch den Speichel, desto weniger Karies!

Einschätzung des bakteriellen Kariesrisikos:

  • durch Laktobazillentest: Viele Laktobazillen bedeuten hohen Zuckerkonsum!
  • durch Streptokokkus mutans Test: Karies ist eine Infektionskrankheit durch Streptokokkus mutans Bakterien!


Mögliche Therapiemaßnahmen nach Testauswertung:

Steigerung der natürlichen Abwehr, Reduzierung schädlicher Einflüsse, Verminderung krankhafter Bakterien, Planung professioneller vorbeugender Maßnahmen

Karies - was ist das eigentlich?

Karies oder Zahnfäule ist eine Infektionskrankheit. Die Kariesbakterien werden fast zu 100% von den Eltern auf die Kinder übertragen. Das Vorhandensein dieser Keime allein führt jedoch nicht zur Zerstörung der Zähne. Das Vorhandensein oder nicht Vorhandensein von Zahnfäule ist von einer Reihe von Faktoren abhängig:

  • Dem Zahnmaterial
  • Der Abwehr gegen Karieskeime
  • Der Speichelzusammensetzung
  • Der Anzahl der Karieskeime
  • Der Aufnahme von Zucker (wobei die Zeitdauer pro Tag entscheidender ist als die Menge)
  • Der Mundhygiene
  • Der Fluoridaufnahme

Durch gute Mundhygiene, Fluoridgabe und Bekämpfen der Karieskeime mit Chlorhexidinlösung läßt sich Karies auch bei schlechtem Zahnmaterial und schlechter Abwehr zu fast 100% verhindern!

Flaschenkaries - was ist das eigentlich?

Zerstörte Frontzähne, zerstörte Front und Seitenzähne, Flaschenkaries: Falsches Füttern Ihres Säuglings und des Kleinkindes kann schnell zu massiver Karies führen. Wenn die Karies eine typische Verteilung an Milchzähnen aufweist, nennt man diese spezielle Form der Karies "Flaschenkaries". Andere Bezeichnungen sind z.B. Baby Bottle Tooth Decay (BBTD), Early Childhood Caries (ECC), Zuckertee-Karies, Kinderkaries, usw.

Oft bleiben die ersten Anzeichen dieser frühkindlichen Karies unerkannt, da die ersten Stellen, die von dieser Karies befallen werden oft die palatinalen Flächen (d.h. die dem Gaumen zugewandten Seiten) der oberen Frontzähne sind. Zuerst sind also die oberen Frontzähne betroffen, bald darauf folgen die oberen und unteren ersten Milch-Backenzähne, von dort greift die Karies dann auch schnell auf die anderen Backenzähne über. Kinder, die Ihre Zähne relativ früh bekommen haben, können schon mit 16 Monaten so zerstörte Frontzähne haben, dass es zu Abszessbildung mit erheblichen Schmerzen kommen kann!! Flaschenkaries ist eine aggressive, sich schnell ausbreitende Form der Karies. Frühes Erkennen und Behandlung sind sehr wichtig! Verschiedene Faktoren spielen bei der Entstehung von Flaschenkaries eine Rolle:

  • Zähne müssen im Mund des Kindes vorhanden sein
  • Bakterien müssen vorhanden sein, die oft auch von der Mutter übertragen werden können
  • Ein Substrat (Kohlenhydrate, Zucker, Nahrung) muss vorhanden sein
  • Die Karies braucht eine gewisse Zeit sich zu entwickeln.
  • Die Kombination all dieser Faktoren führt zu einem massiven Befall der Zähne mit Karies.

Wie kann ich Flaschenkaries bei meinem Kind verhindern?

Bringen Sie Ihr Kind mit Liebe ins Bett, nicht mit einer Flasche.

Diese faulen Zähne sind nicht durch zu viele Süßigkeiten entstanden.Sie wurden dadurch verursacht, dass das Kind regelmäßig mit einer Flasche ins Bett gebracht wurde, die Milch oder ein süßes Getränk enthielt. Flaschenkaries kann entstehen, wenn das Kind mit einer Flasche einschläft oder nachts daraus trinkt. Oder wenn das Kind tagsüber über mehrere Stunden aus der Flasche trinkt.

Achtung: Beinahe jede Art von Flaschen-Getränk kann dazu führen, dass die Zähne Ihres Kindes durch Karies zerstört werden:

  • Kuhmilch und Muttermilch-Ersatznahrung
  • Gesüßter Tee oder Kinder-Instant-Tee (auch sogenannte nicht gesüßten Tees enthalten Fruchtzucker!!!)
  • Säfte, auch mit Wasser verdünnt! Apfelsaft-gespritzt!
  • Jedes andere zuckerhaltige Getränk

Wie kann ich die Zähne meines Kindes schützen?

Wenn Sie eine Flasche verwenden wollen, sollten Sie dies nur zu den Mahlzeiten tun. Bleiben Sie bei Ihrem Kind, während es aus der Flasche trinkt. Bringen Sie Ihr Kind nicht mit einer Flasche ins Bett. (Zur schrittweisen Entwöhnung kann evtl. kurzfristig Wasser anstelle anderer Getränke gegeben werden.) Reinigen Sie die Zähne Ihres Kindes zweimal täglich mit einem sauberen Tüchlein (am besten aus Verbandgaze) oder einer weichen Zahnbürste. Bieten Sie Ihrem Kind eine Tasse an, sobald es selbst aufrecht sitzen kann. Wenn Ihr Kind ein Jahr alt ist, sollte es keine Flasche mehr bekommen! Fragen Sie Ihren Zahnarzt oder Kinderarzt / Hausarzt nach Fluorid für Ihr Kind. Fluorid kann beim Schutz der Zähne vor Karies helfen.

Zahnfreundliche Ernährung - Bewußt essen für gesunde Zähne!

Liebe Eltern

Ernährungs- und Trinkgewohnheiten haben großen Einfluß auf die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleischs Ihres Kindes. Je gesünder sich die Kleinen ernähren, desto geringer ist das Kariesrisiko. Häufig werden Nahrungsmittel jedoch falsch eingeschätzt. So gefährden z.B. auch einige Vollwertkostprodukte die Zahnsubstanz. Im Rahmen unserer Ernährungsberatung kann der Zahnarzt helfen, die Mundgesundheit Ihres Kindes aufrechtzuerhalten.

Ernährungstips und -tricks:

Täglich mindestens:

1 warme Mahlzeit
1 Glas Milch
2 Stücke Obst
3 Portionen Gemüse
1 Scheibe Vollkornbrot
0,5 L Wasser/10 kg Körpergewicht

Wertvolle Tips:

möglichst wenig Süßigkeiten

lieber einmal viele Süßigkeiten, als den ganzen Tag über naschen

keine Säfte oder süßen Getränke außerhalb der Hauptmahlzeiten

Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Obst sollten Hauptnahrungsmittel sein

Vollkornmehl statt Weißmehl verwenden

kräftiges Würzen mit Kräutern wirkt speichelanregend

kauintensive Nahrungsmittel (z.B. Rohkost) wirken speichelanregend

Zahnpflegekaugummis nach dem Essen vermindern kariesbildende Säuren

Achtung! Auch salzige Nahrung (z.B. Ketchup) kann Zucker enthalten

Kinderhypnose - Prof. (IMU) Dr. Werner Ossmann in 1090 Wien

Wir informieren Sie gerne.